Abwicklung

Notartermin beim Immobilienverkauf: Ablauf Schritt für Schritt

Der Notartermin wirkt für viele wie eine Blackbox. Tatsächlich folgt er einem festen Muster, das sich gut planen lässt.

Stand 27. August 2026 · 5 Min. Lesezeit · Ceyhan Akar

Vor dem Termin

Käufer und Verkäufer einigen sich über Preis, Übergabezeitpunkt und Sonderpunkte wie Inventar, Kaution oder Mietkonten. Der Notar erstellt daraufhin den Entwurf und versendet ihn an beide Seiten. Ist ein Verbraucher beteiligt, soll der Entwurf zwei Wochen vor der Beurkundung vorliegen — diese Frist dient Ihrem Schutz und kann nur in Ausnahmefällen verkürzt werden.

Die Beurkundung

Der Notar verliest den gesamten Vertrag und erklärt die Regelungen. Änderungswünsche können im Termin noch aufgenommen werden. Anschließend unterschreiben beide Seiten. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet — er vertritt weder Käufer noch Verkäufer.

Nach der Beurkundung

Der Notar veranlasst die Auflassungsvormerkung, holt erforderliche Genehmigungen und Löschungsbewilligungen ein und prüft die Vorkaufsrechte der Gemeinde. Sind alle Fälligkeitsvoraussetzungen erfüllt, teilt er dies mit; erst dann wird der Kaufpreis fällig.

Mit Zahlung erfolgt die Übergabe, danach die Umschreibung im Grundbuch nach Eingang der steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung. Die Grunderwerbsteuer trägt üblicherweise der Käufer, die Notarkosten für die Lastenfreistellung der Verkäufer.

Typische Verzögerungen

Am häufigsten hängt es an drei Punkten: fehlende Löschungsbewilligung der Bank, eine noch offene Erbfolge im Grundbuch oder eine Finanzierung, die noch nicht steht. Wir kaufen mit gesicherter Finanzierung, wodurch der dritte Punkt entfällt.

Häufige Fragen

Wer sucht den Notar aus?
Üblicherweise der Käufer, weil er die Notarkosten trägt. Verkäufer können jederzeit einen Notar ihres Vertrauens vorschlagen.
Kann der Vertrag nach der Beurkundung rückgängig gemacht werden?
Nur einvernehmlich oder aus vertraglich vereinbarten Rücktrittsgründen. Ein allgemeines Widerrufsrecht gibt es beim beurkundeten Grundstückskaufvertrag nicht.
Wie lange dauert es bis zum Geldeingang?
In der Regel vier bis acht Wochen nach der Beurkundung, abhängig von Löschungsbewilligungen und Genehmigungen.

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